Natur und Staat

5000 Jahre Barbarei sind genug !
Du kannst die Natur nicht besitzen, weil du ein Teil von ihr bist.
Mutter Erde, Natur und Staat

Durch den Krieg wurde hier in Europa vor 5000 Jahren das Verhältnis der Lebewesen auf dieser Erde untereinander, in der sich die Menschengemeinschaften als Teil der Natur begriffen, zerstört.
Mit Gewalt wurden die Menschen von ihrer natürlichen Grundlage
von ihrem Land getrennt, auf dem sie seit Urzeiten gemeinschaftlich ihr
Leben fristeten. Dieses Verhältnis zu dem Land , das sie bewohnten und
landwirtschaftlich nutzten, war eins der Harmonie und Gleichberechtigung mit den anderen Lebewesen inclusive von Mutter Erde als lebendigem Organismus.
Sie waren verbunden mit allem Lebendigen, das sie als Basis
ihres Lebens respektierten und waren dankbar für die Gaben, die
sie von Mutter Erde erhielten.
Die Schaffung des Staates durch den Krieg zerschnitt dieses natürliche Verhältnis. Indem die Kriegsherren sich ein anderes Volk unterwarfen, sich dessen Land als ihr Privateigentum bemächtigten, um das sie Staatsgrenzen zogen, und das ihrer Lebensgrundlage beraubte Volk zu Sklaven machten, etablierten sie eine Gesellschaftsform, die fortan Zivilisation genannt wurde. Die Schaffung des Staates ist jedoch alles andere als ein zivilisatorischer Akt. Es ist der Beginn der Barbarei, die bis heute anhält, und die über die letzten 5 Jahrtausende sich über verschiedene Stadien bis zum heutigen globalisierten Kapitalismus, der höchsten Form von Lebensvernichtung, weiter entwickelt hat.
Mit dem Krieg wurde das Land, das ein Teil von Mutter Erde ist, erobert und zum Privateigentum der siegreichen Klasse gemacht. Der Staat sichert mit seinem Gewaltmonopol dieses, indem er Grenzen zieht und nach innen und nach außen keine anderen Gesetze mehr gelten läßt als die, die er sich selbst gibt. Das nennt sich dann Souveränität.
Damit wurde die natürliche Beziehung derjenigen Menschen, die dort seit Urzeiten ohne Privateigentum in
Gemeinschaften, im Einklang mit der Natur lebten, zerschnitten und eine
Gewaltbeziehung der Menschen untereinader und zur Natur etabliert.
Die Natur erscheint vom Standpunkt der Gewalt, und das ist nichts anderes als der Standpunkt der Vernichtung von Leben- als leblose Materie.
Mutter Erde ist jedoch ein lebendiges Wesen,ein lebender Organismus der als solches respektiert werden muß. Menschen sind Teil dieser Natur und können sich nicht anmaßen, sich über diese zu stellen und willkürlich mit dieser zu verfahren.

Die Behandlung von Mutter Erde als lebloses Objekt, als bloße Materie ist eine relativ junge Auffassung, die erst mit der Erfindung des Krieges in die Welt kam.
Diese Auffassung ist genauso widernatürlich, wie
der Krieg selbst. Der Mensch ist die einzige Spezies, die dem Trugschluß anhängt durch Vernichtung der eigenen Art voranzukommen. Für alle anderen Arten ist das Leben das Ziel.

Seit der Einführung der Kriegsgesellschaft, seit Beginn des Patriarchats, sind Menschen in die Hybris verfallen und bilden sich ein, das Leben selbst erschaffen zu können.
Durch den Gewalt-Apparat ist der Mensch von seiner natürlichen Grundlage abgeschnitten und irrt seitdem auf einem Weg, der in die globale Vernichtung führt.
Glücklicherweise gibt es noch einige Gesellschaften, die indigenen Völker,
in denen das Jahrtausende alte Vermächtnis der Heiligung des Lebens
lebendig ist. Diese Völker zeigen uns, wie man in Harmonie mit der Natur
lebt und können uns aus den Verrohungen befreien, die 5000 Jahre Kriegsgesellschaft bei uns hinterlassen haben.
Im römischen Reich erhielten die Mitglieder der herrschenden Klasse als Privteigentümer, sozusagen als individual-souveräne, das Land und die Sklaven von Staates Gnaden und konnten diese nach Gutdünken ausbeuten. Sie respektierten weder die Sklaven als Menschen und die Beziehungen derselben untereinander und zur Natur noch die Natur als lebendigen Organismus. Sie zerstörten alles was den Menschen bis dahin heilig war.
Die herrschaftsfreien Naturreligionen wurden ersetzt durch Religionen, die Gewalt , Ausbeutung, Krieg und Herrschaft heiligten, wie die monotheistischen Religionen, Buddismus, Hinduismus usw.

Mit der Abschaffung der Sklaverei wurden die Herrschenden davon befreit, für ihre Unterworfenen sorgen zu müssen. Die Ausgebeuteten wurden freie Lohnarbeiter und der Arbeitslosigkeit ausgeliefert. Die Ausbeutung wurde dadurch verschäft, weil die Lohndrückerei durch die Drohung arbeitslos zu werden und jeder Existenzmittel bereuabt zu sein, viel besser funktioniert. Als Kompensation dafür wurden sie anstatt mit Lebensmitteln mit einer Illusion gefüttert. Ihnen wurden alle Rechte als freie Privateigentümer zugesprochen und der herrschenden Klasse angeblich gleichgestellt. Doch was sind die Rechte als Privateigentümer wert, wenn man kein Eigentum besitzt? Nun können sich die Eigentumslosen einbilden, es gäbe ein Gleicheit unter den Menschen und wir würden in einer klassenlosen Gesellschaft zu leben, während die Ausbeutung auf erweiterter Stufenleiter weitergeht. Ihre Verblendung und damit die Ketten der Herrschaft wurden perfektioniert.
Diese illusion ist auch die Basis dieser Friedensbewegung.