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Ist Lukas Zeises Geldtheorie marxistisch?

Veröffentlicht: September 17, 2017 von asambleasueberall in Dollarhegemonie, Finanzkapital, Ideologiekritik, Uncategorized

Lukas Zeise, der in Deutschland in weiten linken Kreise als Experte für marxistische Geldtheorie gilt, reklamiert für sich den hohen Anspruch, die Marxsche Geldtheorie zu „komplettieren“ . Es ist

sinnvoll, sich auch zur Erklärung des Geldes und des Finanzkapitals auf Marx zu besinnen. Leider nur hat Marx zum Geld zwar viel gesagt, die Rolle des Geldes im kapitalistischen System aber nicht mehr vollständig ausgearbeitet. Man muß Marx also komplettieren. Das soll hier kurz versucht werden.“ Freidenker Nr.1-12 März 2012, S.24

Diese Komplettierung der Marxschen Geldtheorie resultiert in der Aussage,

daß Geld von Anfang an und seinem Wesen nach nicht nur allgemeines Äquivalent, also Tauschmittel, sondern zugleich Medium der Kreditvergabe war, das Zins trägt. Das Zinsverbot im europäischen Mittelalter und im Islam gegenüber dem Zins beweisen nicht das Gegenteil. Vielmehr deutet die Tatsache, daß der Zins als Skandal empfunden und bekämpft wird darauf hin, daß der Zins in der Geldwirtschaft ebenso real und mindestens so unvermeidbar isr wie das Laster.“ Freidenker Nr.1-12 März 2012, S.26

Diese Legitimation des Zinses, der hier wie das Laster als zur Natur des Menschen gehörig erklärt wird, den es angeblich schon immer gegeben hat, steht im diametralen Gegensatz zur Marxschen Kritik am Zins, der nachgewiesen hat, daß sich hinter der Formel des Zinses G G` die Ausbeutung der Arbeiterklasse verbirgt, das Finanzkapital eine Abteilung der Kapitalistenklasse darstellt , von der sich die Menschheit mit der Abschaffung der Ausbeutung und der Klassengesellschaft befreien wird.

Die Ansinnen von Lukas Zeise geht in die entgegengesetzte Richtung.

Als Argument , daß es den Zins schon immer gegeben hat, führt er folgendes an:

Vermutlich tritt Zins zuerst im Zweistromland auf. Als Geld fungierte- wohl nebeneinander- Gerste und Kupfer. Dabei wurde Kupfer vorwiegend im Fernhandel benutzt, Gerste im Kernbereich des babylonischen Städte- und Bauernstaates. Gleichzeitig tritt damals – im 3.Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung – der Kredit auf, der von Banken oder bankähnlichen Institutionen vergeben wurde und Zins trug.“ S.25

Sehen wir uns an, wie die „Banken oder bankähnlichen Institutionen im Zweistromland im 3.Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung aussahen:

Wir haben es hier mit der entscheidenden Zeitenwende in der Menschheitsgeschichte zu tun, von der Zeitepoche einer friedlichen, klassenlosen Gesellschaft (Matriarchat), die ursprüngliche Form des menschlichen Zusammenlebens, hin zu einer Zeitepoche einer auf Krieg und Ausbeutung basierenden Gesellschaft ( Patriarchat).

In seinem Buch The Mystery of Money verfolgt er die Entwicklung zweier konkurrierender Währungssysteme, wobei das eine auf geteiltem Überfluß basiert und das andere auf Knappheit Habgier und Schulden. Das erste System ist charakteristisch für die Matriarchate. Das zweite für die kriegerischen Patriarchate, die gewaltsam die Matriarchate ersetzt haben.“

Ellen Brown: „Der Dollar Crash: Was Banker Ihnen nicht erzählen – Die schockierende Wahrheit über die US-Notenbank, unser Währungssystem und wie wir uns von ihm befreien können“
https://www.amazon.de/Dollar-Crash-schockierende-US-Notenbank-W%C3%A4hrungssystem/dp/3938516690

Ellen Brown zitiert hier Bernard Lietaer „The Mystery of Money“.  Sie beschreibt weiter die unterschiedliche Funktion von Kredit und Zinsen in den gegensätzlichen Gesellschaftssystemen:

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Ellen Brown: Der Dollar Crash,   S.85, 86

Sehen wir, was Lukas Zeise dazu schreibt:

Das Verleihen von Gegenständen, vorwiegend Arbeitsmitteln, Arbeitstieren, Arbeitskräften(Sklaven) oder Saatgut, dürfte in Gesellschaften, die noch wenig arbeitsteilig organisiert waren, bereits lebhafte Praxis gewesen sein. Ebenso ist das Verleihen von nützlichen Gegenständen mit einer Gegenleistung durch den vom verliehenen Gut Begüstigten verknüpft. …..Im Zweistromland scheint sich das Verleihen ganz gezielt auf das Verleihen des allgemeinen Äquivalents -Gerste – bezogen zu haben. Die Gegenleistung erfolgte ebenfalls in diesem „Geld“, sodaß von einem regulären Kreditgeschäft und Zinsen gesprochen werden kann. Die verleihenden Instituttionen waren demzufolge Banken, die allgemeines Äquivalent verliehen und im selben Äquivalent Zins und Tilgung kassierten.“.S.26

Die famose Gleichsetzung der auf Privateigentum basierenden Banken, bei denen nicht zahlungsfähige Schuldner versklavt werden mit dem matriarchalenTempel-Zinssystem , wo nicht zurückgezahlte Schulden von der Gemeinschaft übernommen werden, ist eine bodenlose Ignoranz , die durch nichts anderes motiviert ist, als das ausbeuterischen Zinssystem als überhistorische Naturtatsache zu legitimieren.

So wie es ausbeuterische Zinsen für ihn schon immer gegeben hat, so gab es für ihn auch schon immer Skaven. Sklaven gab es jedoch erst nach Einführung des Privateigentums.

Und erst nach der Abschaffung des auf Gemeinschaftseigentum basierenden Tempelsystems wurden historisch die Zinsen in unorganischen Mitteln, z.B. Münzen, dem allgemeinen Äquivalent, zurückgezahlt .

Das wissen wir auch von Karl Marx :

Der Klassenkampf der antiken Welt z.B. bewegt sich hauptsächlich in der Form eines Kampfes zwischen Gläubiger <150> und Schuldner und endet in Rom mit dem Untergang des plebejischen Schuldners, der durch den Sklaven ersetzt wird. Im Mittelalter endet der Kampf mit dem Untergang des feudalen Schuldners, der seine politische Macht mit ihrer ökonomischen Basis einbüßt. Indes spiegelt die Geldform – und das Verhältnis von Gläubiger und Schuldner besitzt die Form eines Geldverhältnisses – hier nur den Antagonismus tiefer liegender ökonomischer Lebensbedingungen wider. http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_109.htm#Kap_3_3_b

Münzen, das allgemeine Äquivalent, setzen den Staat und damit die Existenz des Privateigentums voraus. Um sein Dogma, daß das Verhältnis von Gläubiger und Schuldner ein überhistorisches Naturverhältnis sei, zu untermauern , erklärt er kurzerhand die Gerste zum allgemeinen Äquivalent:

Aus dem Kredit, der eine Gegenleistung erfordert, ergibt sich diese Selbstverwertungseigenschaft des Geldes, die freilich ihrerseits zur Voraussetzung hat, dass das jeweilige Geld anerkanntes Zahluns-und Tauschmittel in der Gesellschaft ist. Denn wenn die Bank zwar 2000 Scheffel Gerste verleiht, dafür aber als „Zins“ Runkelrüben oder Ochsen zurückerhält kann von einer Vermehrung derselben Art und einer Selbstvermehrung nicht gesprochen werden.“ S.26

Diese idealistische Argumentation will aus dem Begriff des Kredits , der angeblich per se eine Gegenleistung erfordert – dies ist der Schein von GG`wobei Geld vorausgestzt ist, was hier nicht der Fall war- ableiten,  daß Gerste allgemeines Äquivalent war. Die Absurdität dieser Behauptung ist offensichtlich, denn dann müßte jedes Gut , auch die Kuh und andere Getreidesorten allgemeines Äquivalent gewesen sein. Wohlweislich unterschlägt er, daß nicht nur Gerste im Tempelsystem ausgeliehen und mit „Zinsen“zurückgezahlt wurde, sondern auch die Kuh und andere Getreidesorten. Dann wäre sein Konstrukt, mit dem er Gerste zum allgemeinen Äquivalent umtaufen will,  zu offensichtlich. Die Herkuft des Begriffs „Zins“ vom sumerischen Wort für Kalb erwähnt er lieber nicht, weil das im Widerspruch zu seier Deklaration von Gerste zum allgemeinen Äquvalent steht.

Die „Selbstverwertung“ der Gerste ergibt sich nicht daraus, daß Gerste zum Kredit wurde und eine Gegenleistung erfordert, sondern die Natur sorgt dafür, daß wesentlich mehr Gerste wächst , als ausgesät wurde , so daß dies für die Ernährung der Anbauenden reicht und darüberhinaus ein Teil für die Gemeinschaft übrig bleibt. und die natürliche Fortpflanzung einer Kuh mehrere Kälber zum Resultat hat, so daß ein Kalb über den Verzehr der Züchtenden hinaus als „Zins“ abgegeben werden kann.

Diese natürliche Vermehrung ist der Grund dafür , daß der „Ausleihende „ Gerste“ in den Gemeinschaftsfond zurückgibt und nicht weil Gerste Kredit wurde. Schon gar nicht bedarf es der Anerkennung der Gerste als „ anerkanntes Zahluns-und Tauschmittel in der Gesellschaft“ damit Gerste zurückgegben wird und nicht etwas anderes.

Diese „Schlußfolgerung“ Zeises, daß Gerste allgemeines Äquivalent gewesen sein muß, verdankt sich einzig und allein seiner Vermischung von G’G mit dem  vom Wesen her verschiedenen Tempel- „Kredit“.

Unter den Bedingungen des Gemeinschaftseigentums hat Leihen eine andere Bedeutung als unter Bedingungen des Privateigentums , weil derjenige der sich Gerste „leiht“ als Mitglied der Gemeinschaft auch Besitzer des Gemeinschafteigenttums ist. Er bekommt lediglich einen Teil des Gemeinschaftseigentums zur eigenen Bewirtschaftung um für seine eigene Reproduktion zu sorgen und sein „Zins“ ist der Beitrag den er zum Gemeinschaftsprodukt beisteuert. Auch der Zins gehört nicht einem anderen Privateigentümer , sondern das Gemeinschaftssprodukt , zu dem jeder beisteuert, gehört der Gemeinschaft und somit auch ihm.

Der „Zins“ unter den Bedingungen von Gemeinschaftseigentum hatte ebenfalls eine andere Bedeutung. Ein Gesellschaftmitglied bekam aus dem Gemeinschaftseigentum eine Kuh oder Gerste zur Bewirtschaftung auf gemeinschaftlichen Feldern , konnte davon leben und gab ein Kalb oder einen Teil der geernteten Gerste wieder in den Gemeinschaftspool zurück. Der „Zins“, war ein Instrument der Verwaltung des Gemeinschaftseigentums.

Der Zins erscheint als überhistorischen Naturkonstante nur dann, wenn man vom dem wesentlichen Unterschied in den Eigentumsverhältnissen zwischen der kapitalistischen auf Privateigentum und Staat beruhenden Ausbeutungsgesellschaft und einer auf Gemeinschaftseigentum herrschafts-und ausbeutungsfreien matriarchalen Gesellschaft absieht. Das hat mit Marxismus nichts zu tun.

Für jemanden, der sich Marxist nennt, müßte dieser grundlegende Unterschied zwischen dem Matriarchat zu dem darauf folgenden patriarchalen Gesellschaftssystem des Privateigentum und des Staates, den Engels in „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“ analysierte, bekannt sein.

die Abstammung nach Mutterrecht …….. also mußte umgestoßen werden, und sie wurde umgestoßen. ………….diese Revolution -(ist) eine der einschneidendsten, die die Menschen erlebt haben ……. Wie sich diese Revolution bei den Kulturvölkern gemacht hat, und wann, darüber wissen wir nichts. Sie fällt ganz in die vorgeschichtliche Zeit“

http://www.mlwerke.de/me/me21/me21_036.htm

Diese „einschneidensten Revolution“ in der Menschheitsgeschichte vom Mutterrecht zum Vaterrecht, die Privateigentum und Staat hervorgebracht hat , von der wir heute mehr wissen als zu Marx Zeiten leugnet der angebliche Marxist Lukas Zeise.

Es ist ein blanker Hohn das Tempelsystem in matriarchalen Gesellschaften mit dem ausbeuterischen Kreditsystem, den Banken der Klassengesellschaften gleichzusetzen.

Der Zins wird zu einem menschlichen Laster

Wie für alle bürgerlichen Apologeten, für die Ausbeutung und Privateigentum Naturtatsachen sind, ist es für ihn nicht anders denkbar, als daß die matriarchalen verleihenden Institutionen der Gerste Privateigentümer waren , die sich den Zins in die private Tasche steckten.

Die Verwandlung der Auseinandersetzung zwischen Gläubiger und Schuldner, die für Marx eine Form des Klassenkampf war, zu einem religiösen Kampf des Menschen gegen die lasterhafte Menschennatur, dem sündigen Menschen ist nur folgerichtig

Das Zinsverbot im europäischen Mittelalter und im Islam gegenüber dem Zins beweisen nicht das Gegenteil. Vielmehr deutet die Tatsache, daß der Zins als Skandal empfunden und bekämpft wird darauf hin, daß der Zins in der Geldwirtschaft ebenso real und mindestens so unvermeidbar ist wie das Laster.“

Marx schreibt dagegen:

Der Klassenkampf der antiken Welt z.B. bewegt sich hauptsächlich in der Form eines Kampfes zwischen Gläubiger und Schuldner und endet in Rom mit dem Untergang des plebejischen Schuldners, der durch den Sklaven ersetzt wird. Im Mittelalter endet der Kampf mit dem Untergang des feudalen Schuldners, der seine politische Macht mit ihrer ökonomischen Basis einbüßt.“ Karl Marx Das Kapital Band 1, S.150 http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_109.htm#Kap_3_3_b

Das Zinsverbot im Feudalismus ist eine Reaktion auf den Klassenkampf zwischen Gläubiger und Schuldner im römischen Reich. Die Ausbeutung über den Zins und die Inflationierung des Geldes führte zum Untergang des Römischen Reiches, zum Zusammenbruch des Geldsystems und Übergang zur feudalen Naturalwirtschaft. Der Klassenkampf mit den vielen Sklavenaufständen wurde religiös kanalisiert und führte mit dem Zinsverbot zur politischen Herrschaft des Christentums.

Für L.Zeise gibt es dagegen kein reales Ausbeutungs-Problem zwischen Gläubiger und Schuldner, sondern, wie bei apologetischen bürgerlichen Theoretikern üblich, wird das Problem versubjektiviert. Für ihn gibt es nur eine subjektive Empfindung, den Zins als Skandal aufzufassen. Der Klassenkampf wird zu einem innersubjektiven, religiösen Kampf des Menschen gegen seine lasterhafte Natur.

Ein bürgerlicher Apologet in marxistischem Gewandt

Es bedarf dazu nicht der These , daß es sich bei den Zinszahlern oder den Zinsempfängern dieser Gesellschaften um Kapitalien oder Kapitalisten gehandelt hat. Festzuhalten ist nur, daß die Verfügungsgewalt über Eigentum bereits in frühen Marktgesellschaften- eben mit dem Entstehen des Geldes- die Eigentümer zur Aneigung von durch andere erarbeitetes Mehrprodukt befähigt hat.“S.26

Dafür hat Zeise keine Beweise gebracht außer der Geschichtsverfälschung, die er mit seinem vorgefaßten Dogma von der Ewigkeit von Privateigentum und Ausbeutung fabriziert.

Während Marx mit seiner Kritik der Arbeitswertlehre von Smith und Ricardo die Existenz des Mehrwerts entlarvt und die Ausbeutung der Arbeiter durch diejenigen anprangert, die Verfügungsgewalt über Eigentum haben, verwendet Zeise diese marxistische Terminologie für einen gegenteiligen Zweck, nämlich um die Verfügungsgewalt über Eigentum und die Aneignung von fremden Mehrprodukt zu einem unumstößlichen, überhistorischen Gesetz zu erklären.

Er erweist sich als Theoretiker der herrschenden Klasse, der sich einen marxistischen Anstrich gibt, um Marxanhänger mit apologetischer bürgerlicher Ideologie unschädlich zu machen.

Der Kampf zwischen Gläubiger und Schuldner im Feudalismus, der

„mit dem Untergang des feudalen Schuldners, der seine politische Macht mit ihrer ökonomischen Basis einbüßt“,( Karl Marx Das Kapital Band 1, S.150 http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_109.htm#Kap_3_3_b)

führte zur politischen Herrschaft des Gläubigers. Diese politische Entmachtung der feudalen Herrschaft war nicht Gegenstand der Marx’schen Analyse, wie überhaupt eine marxistische Staatstheorie fehlt. Es ist also notwendig, die marxistische Theorie zu „komplettieren“. Diese bestehende Lücke benutzt L. Zeise, um seine Apologie des Finanzkapitals als Komplettierung der Marxschen Theorie zu inszenieren.

Die Gläubiger waren so reich und mächtig geworden, daß sie in der Lage waren, den feudalen Herrschern die Geldschöpfungshoheit zu entreißen, was in England bereits 1694 mit der Gründung der privat geführten „Bank of England“ eingeleitet wurde. Die Naturalwirtschaft des Feudalismus wurde abgelöst durch ein neues Geldsystem, das auf dem Kredit basierte.

Mit Verpfändung und Verkauf und damit letztlich mit der Aufgabe des Rechts auf eigene Münzprägung gibt der Adel seine Geldschöpfungshoheit auf. Er tut dies nicht freiwillig, sondern wird vom geldhortbesitzenden Patriziat geradezu in die Rolle des Schuldners hineingedrängt. Denn der als Gläubiger zum Geldadel aufsteigende Kaufmannsbankier kann sein totes Kapital nur dann zu rentablem – Zins abwerfenden – Vermögen machen, wenn er einen Schuldner findet, dem er sein überflüssiges Geld gegen Zinsverpflichtung aufdrängen kann. Indem der Adel vom Geldschöpfer zum Kreditnehmer wird, verschwindet das auf freier Münzprägung basieren- de Geldsystem. Genauso gut lässt sich allerdings auch sagen: indem der Adel sein Recht auf freie Münzprägung quasi verspielt, wird er gezwungenermaßen zum Schuldner der Geldbesitzer. Staatsverschuldung und der Aufstieg des Kreditgeldsystems gehen gewissermaßen Hand in Hand. Ausgangs- punkt ist jedoch weniger der Kreditbedarf des Staates, als vielmehr der Geldüberhang des Patriziats. Indem dieses einen Teil des durch stetige Münzprägung immer mehr werdenden Geldes durch Hortung aus dem Ver- kehr zieht, stabilisierte es zwar einerseits das Geldsystem, da die Geldabschöpfung Inflation verhindert, anderer- seits schaufeln eben diese Geldhorte den adligen und klerikalen Geldschöpfern das Grab. Mit der Geldakkumula tion kehrt das Eigentum zurück, da die Geldhorte in der Lage sind nicht nur Waren, sondern eben auch Nicht- waren, wie Boden und Regalien, d.h. Steuerrechte u.ä. zu kaufen. Das römische Eigentumsrecht war mit dem Verfall des römischen Geldwesens mehr und mehr durch ein feuda les Lehnrecht ersetzt worden, so wie Geldsteuern mehr und mehr durch Naturalabgaben ersetzt wurden. Mit der Ausweitung der Münzprägung unter den Ottonen konnten sich jedoch erneut Geldhorte bilden, durch die das Potential zum Eigentumskauf entstand. Nicht zufällig kehrt daher im Gefolge der Ausweitung des Geldhandels auch das Vertragsrecht mit seinem Kernstück, dem Eigentumsrecht zurück.(194)So verliert der Adel mit seinem Geldschöpfungsrecht sukzessive auch seinen Grundbesitz. Denn dieser wird als Kreditsicherheit verpfändet und geht infolge von Zahlungsunfähigkeit Stück für Stück an das Patriziat bzw. das Großbürgertum über. Weil Geldbeschaffung im Kreditgeldsystem vor allem eine Frage der Kreditwürdigkeit ist, muss der vom Geld- schöpfer zum Kreditnehmer degradierte Adel seinen Grundbesitz Stück für Stück verpfänden. Wurden ihm alle Pfänder abgenommen, verlor er mit seiner Kreditwürdigkeit den Zugang zur Geldbeschaffung. Der Untergang des Ancien Régime war Folge des ökonomischen Machtverlustes des Adels. Das resultierte aus dem Verlust der Geldschöpfungshoheit und des Bodenbesitzes, wodurch letztlich die Kreditwürdigkeit des Adels schwand. Dem Prozess der ökonomischen Enteignung des Adels folgt seine politische Enthebung als Geldschöpfer auf den Fuß. Alle Versuche, den Prozess der Enteignung durch Schaffung rechtlicher Barrieren oder schlichten Despotismus aufzuhalten, müssen scheitern, weil jeder Versuch die Durchsetzung des Rechts des Gläubigers auf Übernahme des Pfands, durch Gewalt zu verhindern, letztlich die Kreditwürdigkeit des Schuldners reduziert. So stellte Josef von Sonnenfels 1776 fest: Je unbeschränkter also eine Monarchie ist, desto begränzter ist ihr Kredit: der Despotismus hat gar keinen.195 Damit neigte sich die Adelsherrschaft ihrem Ende zu. Doch der Verfall begann Jahrhunderte früher, zunächst unbemerkt. Als Könige spätestens im 12. Jahrhundert Münzrechte an Fürsten und Bischöfe verkauften,196 erwarben teilweise auch Städte das Münzrecht. Anders als Fürsten und Klerus war das Patriziat langfristig jedoch nicht an der Ausweitung der freien Münzprägung, sondern an der Abschaffung derselben interessiert, da es sich mit dem Wechsel ein eigenes Geldsystem neben dem Münzgeld geschaffen hatte. Bis zur vollständigen Durchsetzung dieses Geldsystems sollten allerdings noch Jahrhunderte vergehen. Letztlich fand die freie Münzprägung erst um 1900 ihr Ende. Damit und mit dem vorausgegangenen Verlust der Ländereien und Steuerrechte hatte das Ancien Régime seine Machtbasis verloren. Sein Untergang war so schleichend, wie zwingend. Doch wer sind die neuen Geldschöpfer? Formal gesehen sind es die aus den Notenbanken hervorgegangenen modernen Geschäftsbanken. Allerdings ist Geldschöpfung im Kreditgeldsystem kein autarker Akt eines sou-veränen Herrschers mehr, sondern das Resultat einer Transaktion zwischen Kreditnehmer und Kreditgewährer. Es ist kein Zufall, dass sich infolgedessen auch die politische Macht aufgesplittet hat. Die souveräne Adelsherrschaft wurde durch die interaktive Herrschaft gewählter Parlamente und privatwirtschaftlicher Geschäftsbanken ersetzt. Beide brauchen einander als Kreditnehmer und Kreditgeber. Beider Schicksal ist untrennbar miteinander verbunden, denn das Versagen des Geldsystems würde nicht nur die Banken, sondern auch den Staat entmachten, ein Versagen des republikanischen Staates würde hingegen die ökonomische Vormachtstellung der Geschäftsbanken beenden.“
Samirah Kenawi :                                                                                                                  Falschgeld, Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit         S.67-69
http://www.ewk-verlag.de/Ressourcen/Kenawi_Geschichte_des_Geldes.pdf

Damit wurde der Staat , der von den Krediten der privaten Gläubiger abhängig wurde, dem Finanzkapital untergeordnet. Das Finanzkapitals wurde zum eigentlichen Souverän der kapitalistischen Gesellschaft.
1790 sagte Mayer Amschel Rothschild:

Let me issue and control a nation’s money and I care not who writes the laws. https://www.youtube.com/watch?v=-STV57S-bvs

Hören wir dazu L.Zeise:

Zu wirklichem Vollgeld (und allgemeinem Äquivalent) wird Kredit erst dann, wenn die Bonität des Schuldners über jeden Zweifel erhaben ist oder zumindest die beste, die erhältlich ist. Banken erfüllen diese Voraussetzung besser als einfache Warenproduzenten oder kleine Kapitalisten. Banknoten sind das Resultat. Die Bonität der Emittenten wird zudem verbessert, wenn die Banken vom Staat besondere für Solidität bürgende Pflichten auferlegt bekommen und Privilegien erhalten- oder besser noch beides. Obwohl in der Geschichte des Geldes die Bonität der Notenbanken sich als keineswegs über jeden Zweifel erhaben erwiesen hat, hat Notenbankgeld (Kreditgeld) sich mit der Entwicklung der Kapitalverhältnisse als das bestimmende Moment der Beziehungen zwischen den Produzenten dem Metallstandard , der auf einer nicht zinstragenden Ware beruhte, als überlegen erwiesen.“ S.27

Weit davon entfernt, den Klassenkampf beim Übergang vom Münzgeld im Feudalismus, bei dem der Staat Geldschöpfer war zum kapitalistischen Kreditgeld , bei dem die Geldschöpfung in die Hand der Banken überging, aufzudecken und anzuprangern, läuft die Analyse Zeises auf eine Apologie des Finanzkapitals hinaus:                              Verschweigen , Verharmlosen und Beschönigen.

Verschweigen: Von privater Geldschöpfung redet er nicht .

Die Durchsetzung des Kreditgelds , die vollständige Entmachtung anderer geldschöpfenden Instanzen als des privaten Bankkapitals , was Zeise die Durchsetzung des auf Kredit basierendes „Vollgeld“ bezeichnet führt er auf die „Bonität“ der Banken zurück. Dieser Verweis auf den Reichtum der Banken als Grund für die Durchsetzung des „zinstragenden Geldes“ ist eine apologetische Rechtfertigung des Ausbeutungsverhältnisses über den Zins, der die Banken so unermeßlich reich gemacht hat, daß sie in der Lage waren die Regierungen erfolgreich zu erpressen, um sich mit der Aneignung der Geldschöpfung die Kontrolle über das Geldsystem und den Staat zu sichern.

Den Klassenkampf der Gläubiger kann man beispielhaft in den USA verfolgen:
Den Privatbanken wurde vom amerikanischeschen Staat dieses Mandat gegen Ende des 18. Jahrhunderts zunächst nur befristet für 20 Jahre verliehen. Die großen englischen Banken kämpften mit allen Mitteln, Anzetteln von Kriegen, um die Regierung in Geldnöte zu stürzen und sie erpressbar zu machen , Erzeugung von wirtschaftlichen Depressionen durch Geldverknappung sowie Ermordung von Präsidenten. z.B. schuf Präsident Lincoln 1862 ein staatlich geschöpftes Geld – für selbst gedrucktes Geld braucht der Staat keine Zinsen zu bezahlen – und wurde ermordet. Auch John F. Kennedy, der 1963 mit der „Executive Order“ 11110 der Regierung die Kompetenz zurückgab, eigenes Geld zu drucken, ohne sich bei der FED zu verschulden, wurde 2 Monate später ermordet. Bei Zeise wird dieser Klassenkampf der Gläubiger ganz harmlos zu:
„Die Überlegenheit des zinstragenden Geldes hat sich erwiesen.“

Diese Apologie des Finanzkapitals kommt in marxistischem Gewand daher und ist deswegen um so gefährlicher.
Weit davon entfernt über die Funktionsweise des kapitalistischen Geldsystems aufzuklären betätigt er sich als zuverlässiger Hüter des Geheimnisses insbesondere der privaten Geldschöpfung. Es liegt im existenziellen Interesse der herrschenden Klasse die Aufklärung darüber zu verhindern und das Thema zu tabuisieren.

Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.

Henry Ford   http://www.zitate-online.de/autor/ford-henry/
Die politischen Folgen, einem bürgerlichen Apologeten als Experten in marxistischer Geldtheorie zu huldigen, liegen ganz im Interesse der herrschenden Klasse.

Es ist verheerend, daß die Kritik an der Geldschöpfungshoheit der Privatbanken heute in Deutschland nicht von den Linken kommt. Heute gibt es Auflkärung in Deutschland was Krieg und Finanzkapital anbetrifft nur von Kräften, von denen das Finanzkapital nichts zu befürchten hat.
…….. (Es) wird in linken Kreisen alles dafür getan , daß Kritiker des Finanzkapitals isoliert werden, was in Deutschland bisher gelungen ist. Wir haben erlebt, wie Diskussionen über diese Thema abgebrochen wurden, weil es in linken Kreisen schon als anrüchig gilt , von Geldschöpfung überhaupt zu reden, da man befürchtet, man könne sich in Widerspruch zur Marx’schen Wertheorie begeben. Wir wurden 2014 aus dem Syrienkomitee ausgeschlossen, weil wir über die Rolle des Finanzkapital als Kriegsverursacher im Nahen Osten zur Aufrechterhaltung des Petrodollar aufklären wollten , und von dem als Experten in marxistischer Geldtheoretie geltenden Lukas Zeise , der regelmäßig in der „junge Welt“ schreibt und der als Autorität angerufen worden war, beschieden wurde:

„ es ist abwegig, aus der Frage, ob Öl und andere Rohstoffe in Dollar gehandelt werden oder nicht, riesige Theorien zu veranstalten.“

Mit dieser Autorität im Rücken wurde dann unsere Forderung nach Diskussion über die strittige Frage  „Die Herrschaft des internationalen Finanzkapitals steht und fällt mit dem Dollar als Weltwährung.“zum eigentlichen Skandal, der schließlich zum Ausschluß führte.“
https://occupyfrankfurt.net/2016/07/26/93141/

 Eine Kritik an EllenBrowns Geldtheorie finden Sie hier: https://asambleasueberall.files.wordpress.com/2014/09/geldundkrieg.pdf
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Nachdem die schnelle Variante der Zerschlagung des syrischen Staates durch Bombardierung aus der Luft  nach dem Muster Libyens am Veto Russlands und Chinas gescheitert ist, wird  von der USA und Nato die bisherige Strategie des Krieges  von innen mittels  islamistischer Terrorbanden weiter intensiviert, der  mörderische  Wirtschaftsboykott von USA und EU  fortgeführt  und  gleichzeitig werden verlogene “Friedensverhandlungen” geführt, um auf diesem Weg den syrischen Staat dem Diktat des Westens gefügig zu machen.
Die Brutalität und Unmenschlichkeit der Todeschwadronen werden immer unerträglicher. So wurden in Adra am 23.12.2013 Zivilisten regelrecht abgeschlachtet. Mehreren Kindern wurden wie bei  Schafen die Kehle durchgeschnitten. Augenzeugen berichteten, Dutzende Menschen seien enthauptet oder bei lebendigem Leib verbrannt worden. Adra ist kein Einzelfall :
Enthauptete Kinder sind eine neue Stufe der Greueltaten,  mit denen sich die Täter außerhalb der menschlichen Gemeinschaft stellen.
Bei der   Bevölkerung , die hinter Assad steht, sollen diese Panik und  Angst erzeugen, um sie gefügig zu machen, genauso wie die Wirtschaftssanktionen, die in erster Linie die Bevölkerung treffen und diese aushungern.
Wir schämen uns, einem Staat anzugehören, der sich solch bestialischer Kämpfer bedient,  um “unsere Interessen” auf der Welt durchzusetzen. Wir wissen , daß unsere Regierung hier als Teil einer verbrecherischen, globalen  Herrschafstelite agiert und wir solidarisieren uns mit dem  syrischen Volk, das hinter seiner Regierung gegen den Vernichtungskrieg der globalen Elite steht.
Angesicht dieser imperialistischen Agression verschwindet jede berechtigte Kritik an Assad als Nebenwiderspruch.

Mit einem gigantischen Apparat gleichgeschalteter  Medien werden Kriegsgründe erfunden, um diesen Vernichtungskrieg gegen Syrien, wie schon gegen Libyen und Irak zu rechtfertigen.
Für wie verblödet müssen sie uns halten , wenn wir nun als Grund für die vernichtenden Angriffe  des Westens das Märchen vom bösen Diktator  Assad glauben sollen, gegen den  ausgerechnet die islamistischen Kämpfer einen Befreiungskampf zur Verteidigung der Demokratie  führen?
Die Verlogenheit dieser Medienkampagne ist mehr als  durchsichtig und wir kommen der Wahrheit näher, wenn wir uns die Geschichte der Angriffskriege der letzten Jahre ansehen, wo noch jeder offizielle Kriegsgrund sich hinterher als erstunken und erlogen herausgestellt hat.
Alle Länder gehörten zur  “Achse des Bösen” und  der Krieg gegen die “Achse des Bösen” wurde bereits 2001 ausgerufen, nun  ist Assad an der Reihe.
Mit  dieser Serie von Angriffskriegen seit 2001 gegen Afghanistan, Irak, Libyen und nunmehr Syrien führen uns die USA und die Nato die mörderischen Implikationen des Petrodollar vor. Die Herrschaft des internationalen Finanzkapitals steht und fällt mit dem Dollar  als Weltwährung.
Nur durch den mit militärischer Gewalt erzwungenen Verkauf des Öl in Dollar kann der Dollar als Weltgeld aufrechterhalten werden. Diese Dollar-Hegemonie ermöglicht es dem amerikanischen Staat, sich grenzenlos zu verschulden. Während ein anderer Staat bei diesem Verschuldungsumfang schon längst bankrott wäre, gelten für den amerikanischen Staat andere Gesetze. Er kann nicht bankrott gehen, weil andere Länder militärisch gezwungen sind, die nachgedruckten Dollar anzunehmen, weil sie nur damit Öl kaufen können.
Der  US-Staat profitiert zudem von der dauernden Entwertung des Dollar, da die erzwungenermaßen dollareinnehmenden Staaten ihre Dollarüberschüsse in amerikanischen Staatsanleihen anlegen, womit dieser seinen gigantischen Militähaushalt zur Niederhaltung der Welt bezahlt , und die anderen Staaten über die Dollarentwertung zu Tributzahlern ihrer eigenen Unterwerfung gemacht werden.

Unbeschränkte, bedingungslose Loyalität der erdölbesitzenden Länder mit den USA ist  für letztere daher von  existenziellem Interesse.
Da die praktische Infragestellung des Petrodollar , die Bezahlung des Öl in einer anderen Währung, die Implosion der Dollarhegemonie zur Folge hätte, “verteidigt” sich die Bestie mit der Vernichtung solcher Staaten, wenn diese die Bezahlung in einem anderen Zahlungsmittel auch nur in Erwägung ziehen.  So geschehen mit dem Irak, wo Sadam Hussein daran dachte, sein Öl in Euro bezahlen zu lassen, und mit Gaddafi, der Pläne für einen Gold Dinar hegte.  Der Krieg gegen den Iran, der ebensolche Pläne hatte, steht auf der Agenda der USA und der Krieg gegen Syrien ist ein Schritt dahin. Für das internationale Finanzkapital ist es bereits unerträglich, daß eine solche Überlegung eine reale Option für diese Staaten ist, und diese haben sie, weil alle diese Länder eine staatliche Zentralbank haben bzw hatten und ihre Bank nicht vom privaten Finanzkapital kontrolliert wird.
Das war für  Irak, Libyen, Syrien und Iran der Fall. Alle diese Staaten haben, bzw hatten eine staatliche Zentrralbank. Dieses sind vorkapitalistische Verhältnisse, denn es ist ein Wesensmerkmal des Kapitalismus, daß die Geldschöpfungshoheit in den Händen des privaten Finanzkapitals liegt. Das war  der ökonomische Kern der bürgerlichen Revolution.
Aber bei erdölbesitzenden Ländern wie Irak, Libyen, Syrien und Iran kommt noch hinzu, daß dieser Umstand  zur existenziellen Bedrohung des Petrodollarsystems wird,  denn diese Länder könnten damit frei entscheiden, das Öl in einer anderen Währung bezahlen zu lassen.
So erklärt sich, daß sie zur “Achse des Bösen” geworden sind.
Der Imperialismus korrigiert diesen “Systemfehler”, indem er die vom ihm selbst geschaffenen Staaten mit Krieg überzieht.

Stop den Krieg in Syrien
Stop die Wirtschaftssanktionen
Abzug der Patriotraketen und der Bundeswehr aus der Türkei
Es kann in Syrien keinenFrieden geben, solange USA und Nato Todesschwadronen benutzen, um  Syrien in die Knie zu zwingen.

Für die Abschaffung von Krieg, Herrschaft und Ausbeutung
Nur wenn wir , die Gemeinschaft der Völker  aufstehen, uns vereinigen und  unsere moralische Macht zurückerobern, kann es eine wirksame Ächtung  des Krieges und aller damit verbundenen  Kriegsverbrechen geben

Wir sind die 99%