Zur Kritik der Marx’schen Geldtheorie

Das heute bei der außerparlamentarischen Linken anzutreffende mangelhafte Verständnis des Finanzkapitals ist auch auf die fehlerhafte Marx’sche Geldtheorie zurückzuführen.

Die “Ableitung des Geldes” im ersten Band von Marx aus der “kleinen Warenproduktion”, als ein nützliches Ding zur Vermittlung des Warentauschs und Ausdruck des inneren Werts der Waren ist falsch. Geld erscheint hier als nützliches Instrument des Austauschs, zwischen gleichberechtigen Warenbesitzern in einer Welt ohne Ausbeutung. Diese kleine Warenproduktion ist eine Erfindung der bürgerlichen Ökonomie, die es historisch nie gegeben hat, wie David Graeber nachgewiesen hat.

Geld als allgemeines Äquivalent setzt den Staat voraus.

Nur durch den Kreislauf der Gewalt kann Geld entstehen und ist Geld als allgemeines Äquivalent historisch entstanden.

Der Staat bezahlte seine Soldaten mit der Münze und die Untergebenen wurden verpflichtet ihre Abgaben in Geld zu bezahlen. So wurde der Markt mit Gewalt geschaffen. Denn die Abgaben, die der Staat mittels Gewalt von den Unterrworfenen eintrieb, sind keineswegs etwas, was diese übrig hatten, und freiwillig ausgetauscht hätten , sondern dies war eine Form der Ausbeutung. Nur so entwickelten sich Märkte und entstand historisch das Geld als allgemeines Äquivalent.

Die Soldaten schaffen keinen Wert, keine Waren. Von daher ist die Marxsche Gleichsetzung Geld=Wert weil durch Arbeit geschaffen, d.h. die Arbeitswertheorie, falsch. Geld bezahlt hier nicht Arbeit für Lebensmittel, die die Menschen brauchen, sondern Geld bezahlt Tötungsarbeit ( die Arbeit der Soldaten) , was die Herrschaft und Ausbeutung braucht.

Geld bezahlt Ausbeutung, also Abzug von Lebensmitteln und Tötungarbeit der Soldaten.

Die Abgaben der Unterworfenen in Form des Geldes sind ein Abzug an Lebensmitteln und keineswegs nützlich für die Menschen. Diese Abgaben an den Staat in Form des Geldes sind eine Art von “Mehrwert”, welchen es bei Marx erst innerhalb der kapitalistischen Produktion gibt.

Die Ausbeutung durch den Staat, die Marx vernachlässigt geht der kapitalistischen Ausbeutung voraus , bzw erstere ist der Ursprung der letzteren.

Die Ausbeutung kommt nicht erst mit dem Kapital herein, wie Marx behauptet, sondern ist von vornherein mit dem Geld als allgemeinem Äquivalent, das nur durch den ursprünglichen, staatlichen Ausbeutungskreislauf entstehen konnte, gegeben.

 Während Gebrauchswert-Geld auf der freien Übereinkunft der Leute basiert, welches nie den Charakter des Allgemeinen Äquivalents angenommen hat, sondern regional gebunden blieb, ist das Staatsgeld von vornherein auf Ausbeutung und Gewalt begründet und erst so als Gewaltverhältnis kann es allgemeinen Charakter erhalten.

 In der Kleinen Warenproduktion bei Marx verkaufen die Privateigentümer ihre überschüssigen Produkte und ergänzen sich gegenseitig in der arbeitsteiligen Produktion.

Die Leute, die durch den Staat gezwungen wurden, Abgaben abzuliefern, mußten verkaufen, ganz unabhängig davon, ob sie sich das leisten konnten und ob das Produkt gemessen an ihrem Bedarf, überschüssig war.

Die Basis dieses Warentausches war also nicht die bloße Arbeitsteilung, wie Marx postuliert, sondern das Diktat der herrschenden Klasse.

Da der Ursprung des Geldes die Ausbeutung war, so wurde auch schon lange vor dem Kapitalismus , im Römischen Reich, das Geld selbst zum Instrument der Ausbeutung, zum einen durch den Zins , indem die Kaufleute und Bankiers sich vermittels der Verleihung von Geld, mit Zinsen bereicherten.

Geld als allgemeines Äquivalent setzt den Staat und Krieg voraus.

Geld ist ein Gewaltkreislauf und an die Existenz des Staates , d.h. Von Klassenherrschaft gebunden.

Nur durch den Kreislauf der Gewalt kann Geld entstehen und ist Geld als allgemeines Äquivalent historisch entstanden.

Früher wurden Waren als Geld verwendet. z.B. Salz, Gold oder Silber. Es waren Vereinbarungen auf regionalen Märkten, die aber keine allgemeine Gültigkeit hatten.

 

Der Staat verlangte Abgaben, für den Luxus der herrschenden Klasse und um sein Militär zu unterhalten. Diese Ausbeutung hat er in Form des Geldes erhoben und umgekehrrt seine Soldaten mit der Münze bezahlt.

So entstanden historisch Märkte und das Geld als allgemeines Aquivalent.

Die Form des Geldes ist unerheblich, ob es sich um Gold oder Silber handelte oder Papiergeld. Alles was der Staat als Geld für die Bezahlung der Abgaben akzeptierte wurde zur Währung und allgemein anerkannt.

Das Gewaltmonopol Staat garantiert die Gültigkeit einer Währung.

Die Geldmenge steht im Zusammenhang mit der in diesem Land produzierten Warenmenge . Der Geldschöpfer kann sich damit Waren aneignen. Damit ist Geld auch ein Ausbeutungsinstrument .

Von diesem wurde historisch Gebrauch gemacht, als der Staat das Geld inflationierte , wie z.B. im römischen Reich, aber auch später, um seine Kriege zu bezahlen.

Wenn das Geld inflationiert wird, besorgt sich z.B. ein Staat in großem Maßstab reale Werte, ohne einen Gegenwert zu bezahlen. Er druckt Geld. ( Voraussetzung der Staat hat die Geldschöpfungshoheit). Die Waren werden immer teurer , Resultat ist die Verarmung der Bevölkerung, weil diese das letzte Glied der Kette sind.

In der Reawirtschaft gibt es einen Austausch indem reale Werte gegen reale Werte getauscht werden , wobei das Geld ein Vermittler ist. Wenn der Staat in großem Maßstab mit gedrucktem Geld als Käufer auftritt, ändert sich die Funktion des Geldes. Die Tatsache, daß der Wert des Geldes fiktiv ist , d.h. das Geld gar keinen eigenen Wert hat , macht sich geltend und wird buchstäblich wahr, indem immer mehr von den Papierzetteln notwendig wird, um damit einen realen Wert zu erhalten. Die Preise steigen ins unermeßliche. Die Vermittlerfunktion des Geldes wird zersetzt , weil es als Ausbeutungsinstrument benutzt wurde.

Im Kreditgeldsystem verschuldet sich der Staat bei den Bankiers , die das Geld inclusive Zinsen, aus dem Nichts schöpfen, Der Staat holt sich die realen Werte bei den Bürgern über die Steuern.

Die Wertigkeit der Währungen untereinander hat erst in 2 Linie etwas mit der realen Wirtschaftsleistung zu tun, in erster Linie mit der Stärke des Militärs.

Heute zeigt sich der Zusammenahng von Geld und militärischer Gewalt, bzw Krieg ganz offen in der Dollarhegemonie.

Der Dollar ist Weltgeld , nicht weil die amerikanische Wirtschaft so stark wäre, sondern auf Grund der Übermacht des amerikanischen Militärs.

Wie William Engdahl ausführt wurde Der Dollar als weltwährung mit dem Atombombenabwurf in Nakasaki in 1945 wirksam

Die amerikanische Mitlitärmacht war die Foundation des Dollarsystems

https://www.youtube.com/watch?v=QROeJXiBqP0

Die Verschuldung führte in der Antike dazu, daß Schuldner, die ihre Schulden nicht zahlen konnten, zu Sklaven des Gläubigers wurden.

Zum anderen durch die Inflationierung des Geldes:

Das römische Reich war eine voll entfaltete Klassengesellschaft. Alle Merkmale waren da.

Der Staat hatte die Geldschöpfungshoheit, es gab Gold – und Silbermünzen. Auch die Legierung war bekannt, d.h. Auf dem Münzen stand ein anderer Wert drauf, als die Münze tatsächlich wert war.

Über diese Entwertung der Münzen zusammen mit der Vergrößerung der Münzmenge verlief die Inflationierung des Geldes in einem Münzgeldsystem, bei dem der Staat auf Basis seiner Geldschöpfungshoheit die Gesellschaft zum Zwecke der Kriegsführung ausbeutete.

Die verheerenden Folgen die das Geld als Ausbeutungsinstrument, denn das ist es durch und durch, auf die Gesellschaft hatte und die u.a. zum Untergang des römischen Reiches führten, hat Marx mit seiner idealistischen “ Ableitung” des Geldes anscheinend übersehen.

Diese waren so einschneidend, daß die Menschheit fast tausend jahre lang mit diesem “ Teufelszeug” nichts zu tun haben wollte.

Der Zins wurde im Feudalismus verboten, das Geld abgeschafft und eine Rückkehr zum Naturaltausch fand statt. Das waren die Lehren, die die Menschheit nach der Erfahrung mit Zins und Geld gezogen hatte.

Aber diese Lehren waren nicht weit genug gegangen. Denn die Klassenherrschaft, der Staat , und das Privateigentum, blieb bestehen und die Ausbeutung vollzog sich nun in einer anderen Form.

Mit dem Christentum bekam diese eine allgemeingültige Legitimation. Die Herrscher wurden teils als Vertreter Gottes auf Erden angebetet, teils von diesen gesegnet . Mittels der Herrschaftsreligionen zu denen nicht nur die monotheistischen Religionen, sondern auch Hinduismus und Buddhismus gehören, beteiligeten sich die Unterworfenen aktiv an ihrer Unterwerfung unter die Klassenherrscahft . Das war der Fortschritt des Feudalismus im Sinne der Klassenherrschaft.

Weil Ausbeutung, Staat und Privateigentum bestehen blieb, kam auch das Geld und der Zins zurück, aber nun mit um so größerer Wucht.

Semirah Kenawi:

Mit Verpfändung und Verkauf und damit letztlich mit der Aufgabe des Rechts auf eigene Münzprägung gibt der Adel seine Geldschöpfungshoheit auf. Er tut dies nicht freiwillig, sondern wird vom geldhortbesitzenden Patriziat geradezu in die Rolle des Schuldners hineingedrängt. Denn der als Gläubiger zum Geldadel aufsteigende Kaufmannsbankier kann sein totes Kapital nur dann zu rentablem – Zins abwerfenden – Vermögen machen, wenn er einen Schuldner findet, dem er sein überflüssiges Geld gegen Zinsverpflichtung aufdrängen kann. Indem der Adel vom Geldschöpfer zum Kreditnehmer wird, verschwindet das auf freier Münzprägung basierende Geldsystem. Genauso gut lässt sich allerdings auch sagen: indem der Adel sein Recht auf freie Münzprägung quasi verspielt, wird er gezwungenermaßen zum Schuldner der Geldbesitzer. Staatsverschuldung und der Aufstieg des Kreditgeldsystems gehen gewissermaßen Hand in Hand. Ausgangspunkt ist jedoch weniger der Kreditbedarf des Staates, als vielmehr der Geldüberhang des Patriziats. Indem  dieses einen Teil des durch stetige Münzprägung immer mehr werdenden Geldes durch Hortung aus dem Ver- kehr zieht, stabilisierte es zwar einerseits das Geldsystem, da die Geldabschöpfung Inflation verhindert, andererseits schaufeln eben diese Geldhorte den adligen und klerikalen Geldschöpfern das Grab. Mit der Geldakkumulation kehrt das Eigentum zurück, da die Geldhorte in der Lage sind nicht nur Waren, sondern eben auch Nichtwaren, wie Boden und Regalien, d.h. Steuerrechte u.ä. zu kaufen. Das römische Eigentumsrecht war mit dem Verfall des römischen Geldwesens mehr und mehr durch ein feudales Lehnrecht ersetzt worden, so wie Geldsteuern mehr und mehr durch Naturalabgaben ersetzt wurden. Mit der Ausweitung der Münzprägung unter den Ottonen konnten sich jedoch erneut Geldhorte bilden, durch die das Potential zum Eigentumskauf entstand. Nicht zufällig kehrt daher im Gefolge der Ausweitung des Geldhandels auch das Vertragsrecht mit seinem Kernstück, dem Eigentumsrecht zurück.(194)So verliert der Adel mit seinem Geldschöpfungsrecht sukzessive auch seinen Grundbesitz. Denn dieser wird als Kreditsicherheit verpfändet und geht infolge von Zahlungsunfähigkeit Stück für Stück an das Patriziat bzw. das Großbürgertum über. Weil Geldbeschaffung im Kreditgeldsystem vor allem eine Frage der Kreditwürdigkeit ist, muss der vom Geldschöpfer zum Kreditnehmer degradierte Adel seinen Grundbesitz Stück für Stück verpfänden. Wurden ihm alle Pfänder abgenommen, verlor er mit seiner Kreditwürdigkeit den Zugang zur Geldbeschaffung. Der Untergang des Ancien Régime war Folge des ökonomischen Machtverlustes des Adels. Das resultierte aus dem Verlust der Geldschöpfungshoheit und des Bodenbesitzes, wodurch letztlich die Kreditwürdigkeit des Adels schwand. Dem Prozess der ökonomischen Enteignung des Adels folgt seine politische Enthebung als Geldschöpfer auf den Fuß. Alle Versuche, den Prozess der Enteignung durch Schaffung rechtlicher Barrieren oder schlichten Despotismus aufzuhalten, müssen scheitern, weil jeder Versuch die Durchsetzung des Rechts des Gläubigers auf Übernahme des Pfands, durch Gewalt zu verhindern, letztlich die Kreditwürdigkeit des Schuldners reduziert. So stellte Josef von Sonnenfels 1776 fest: Je unbeschränkter also eine Monarchie ist, desto begränzter ist ihr Kredit: der Despotismus hat gar keinen.195 Damit neigte sich die Adelsherrschaft ihrem Ende zu. Doch der Verfall begann Jahrhunderte früher, zunächst unbemerkt. Als Könige spätestens im 12. Jahrhundert Münzrechte an Fürsten und Bischöfe verkauften,196 erwarben teilweise auch Städte das Münzrecht. Anders als Fürsten und Klerus war das Patriziat langfristig jedoch nicht an der Ausweitung der freien Münzprägung, sondern an der Abschaffung derselben interessiert, da es sich mit dem Wechsel ein eigenes Geldsystem neben dem Münzgeld geschaffen hatte. Bis zur vollständigen Durchsetzung dieses Geldsystems sollten allerdings noch Jahrhunderte vergehen. Letztlich fand die freie Münzprägung erst um 1900 ihr Ende. Damit und mit dem vorausgegangenen Verlust der Ländereien und Steuerrechte hatte das Ancien Régime seine Machtbasis verloren. Sein Untergang war so schleichend, wie zwingend. Doch wer sind die neuen Geldschöpfer? Formal gesehen sind es die aus den Notenbanken hervorgegangenen modernen Geschäftsbanken. Allerdings ist Geldschöpfung im Kreditgeldsystem kein autarker Akt eines souveränen Herrschers mehr, sondern das Resultat einer Transaktion zwischen Kreditnehmer und Kreditgewährer. Es ist kein Zufall, dass sich infolgedessen auch die politische Macht aufgesplittet hat. Die souveräne Adelsherrschaft wurde durch die interaktive Herrschaft gewählter Parlamente und privatwirtschaftlicher Geschäftsbanken ersetzt. Beide brauchen einander als Kreditnehmer und Kreditgeber. Beider Schicksal ist untrennbar miteinander verbunden, denn das Versagen des Geldsystems würde nicht nur die Banken, sondern auch den Staat entmachten, ein Versagen des republikanischen Staates würde hingegen die ökonomische Vormachtstellung der Geschäftsbanken beenden.

Samirah Kenawi : Falschgeld, Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit S.67-69

http://www.ewk-verlag.de/Ressourcen/Kenawi_Geschichte_des_Geldes.pdf

“In England erteilte König William 1694 dem schottischen Kaufmann Paterson als Gegenleistung für einen Großkredit die Genehmigung zur Gründung der Bank of England und das Recht zur Ausgabe von, anfangs handgeschriebenen, und nun faktischen Banknoten. 1708 erhielt die Bank of England das Privileg, dass außer ihr in England und Wales keine Bankgesellschaft mit mehr als sechs Teilhabern Noten ausgeben dürfe. …

Auch in Deutschland folgte man dieser Entwicklung. “ http://de.wikipedia.org/wiki/Privatnotenbank

Das ist die Trennung von Ökonomie und Politik. Das blanke Geldinteresse wurde zum eigentlichen Souverän der Gesellschaft. Es war die Befreiung des Privatkapitals, das nun frei war von jeder Berücksichtigung allgemeiner Interessen und alleine dem Profit huldigen konnte. Die Verwaltung allgemeiner Interessen wurde in die politische Sphäre abgetrennt und den Privatinteressen der herrschende Klasse untergeordnet.

Die bürgerliche Revolution war der Triumph des Geldkapitals, in dessen Händen der Reichtum der Gesllschaft konzentriert war.

Die Idealisierung der Antike, mit ihrem “ Humanismus” und Staatsidealen in der Aufklärung ist nur der ideologische Überbau für die Rückkehr des Zinses und des Geldes.

Der Staat wurde als eigene Sphäre , in dem die allgemeinen Interesse verwaltet wurden , als scheinbare Macht des Volkes installiert, was von Anfang an eine Illusion war, da der Reichtum der Gesellschaft in den Händen des Privatkapitals lag, von dem der Staat abhängig ist, wie man heute wieder deutlicher denn je sieht.

In der Bewertung der Kreditwürdigkeit von Staaten durch die Ratingagenturen, die private Institutionen des Finanzkapitals sind, tritt diese Abhängigkeit der Staaten von den Privatbankiers offen hervor.

Nach der Verbannung des Zinses im Feudalismus , entfaltete dieser nun seine revolutionären Kräfte und wälzte die ganze Produktion zu einer Profitproduktion um.

Wenn der Wert des Geldes erst durch die Gewährung des Kredits entsteht, bzw das Geld aus dem Nichts geschöpft wird, erscheint der zur Verfügung stehende Kredit grenzenlos und ist nur durch die Anzahl der Schuldner und die Fahigkeit des Schuldners begrenzt, den Kredit samt Zinsen zurückzubezahlen. Das war der Motor , der im Kapitalismus die gesamte Produktion zu einer Maschine zur Profitproduktion umgewälzt hat, damit der Zins bedient werden kann.

Im Kapitalismus wird der über Geld vermittlete Ausbeutungskreislauf auf die gesamte Produktion ausgedehnt, indem auch die Arbeitskraft zur Ware wird.

Die Arbeitskraft wird zur Ware indem der Mensch von allem enteignet wird, was er zum Leben braucht . Freier Loharbeiter zu sein, bedeutet frei zu sein von jedem Eigentum.Um existieren zu können muß der Mensc hseine Arbeitskraft, das einzige was ihm geblieben ist, gegen Geld an die Eigentümer der Produktionsmittel verkaufen.

Mit der Abschaffung der Sklaverei wurden die Herrschenden davon befreit, für ihre Unterworfenen sorgen zu müssen. Die Ausgebeuteten wurden freie Lohnarbeiter und der Arbeitslosigkeit ausgeliefert. Die Ausbeutung wurde dadurch verschäft, weil die Lohndrückerei durch die Drohung arbeitslos zu werden und jeder Existenzmittel beraubt zu sein, viel besser funktioniert. Als Kompensation dafür wurden sie anstatt mit Lebensmitteln mit einer Illusion gefüttert. Ihnen wurden alle Rechte als freie Privateigentümer zugesprochen und der herrschenden Klasse angeblich gleichgestellt.Doch was sind die Rechte als Privateigentümer wert, wenn man kein Eigentum besitzt? Nun können sich die Eigentumslosen einbilden, es gäbe ein Gleichheit unter den Menschen und wir würden in einer klassenlosen Gesellschaft zu leben, während die Ausbeutung auf erweiterter Stufenleiter weitergeht. Ihre Verblendung und damit die Ketten der Herrschaft wurden so perfektioniert.

Die Abgaben, die der Staat zuvor von den Bürgern mittels direkter Gewalt erhoben hat, werden jetzt unter Voraussetzung der massenhaften Expropriation der Leute von ihrem Land und ihren Existenzmitteln, d.h. Unter Voraussetzung der ökonomischen Gewalt, von den Kapitalsiten erhoben. Das geschieht nicht offen wie im Feudalismus, wo der Bauer einen Teil seines Produkts dem Feudalherren abliefern mußte, sondern verdeckt. Da dem Kapitalisten von vorherein das gesamte produkt, das seine Arbeiter herstellen, gehört, weiß der Arbeiter gar nicht, welchen Wert seine Arbeit geschaffen hat. Der Arbeiter erhält nur einen geringen Teil davon als Arbeitslohn. Der Rest ist der Mehrwert, den der Kapitalist einstreicht. Es ist das Verdienst von Marx, diesen Schwindel aufgedeckt zu haben.

Es wird nicht mehr für einen konkreten Bedarf produziert. Die Initialisierung der Produktion wird durch die Keimzelle der Ausbeutung , dem Kredit, der sich verzinsen will, getätigt. Nur die Produktion wird initialisiert , die verspricht genügend Profit abzuwerfen , damit der Zins bedient werden kann. Die Trennung vom Bedarf macht sich in der Form geltend, daß das Geld für die Produktion vorgeschossen und die ware produziert wird, die sich aber erst auf dem Markt realisieren muß , damit das Geld in vermehrrter Form zurückfließen kann. Insofern ist der Kredit essentieller Bestandteil der kapitalistischen Ausbeutung und nicht ein “öffentliches Gut”, wie Sahra Wagenknecht behauptet.

Die Staatsgewalt mit dem Militär ist jetzt nicht mehr der direkte Ausbeuter wie im Feudalismus, sondern schafft durch Landenteignungen und dem Einsatz der direkten Gewalt die Voraussetzung dafür, daß die Ausbeutung mittels ökonomischer Gewalt vonstatten gehen kann.

Die Perversion des “demokratischen Staates” besteht darin, daß hier eine Allgemeinheit vorgespiegelt wird.

Der Feudale und antike Staat waren ehrlicher, da hier in aller Offenheit nur die herrschende Klasse das Sagen hatte und die Sklaven und Frauen ausgeschlossen waren.

Die Geldillusion

Mit der Privatisierung der Geldschöpfungshoheit und dem Kreditgeld im Kapitalismus wurde der vorher offensichtliche Zusammenhang von Geld und Staatsgewalt getrennt. Nicht mehr die militärische Macht ist der Souverän. Der Souverän ist das Geldkapital, das getrennt vom Staat agiert.

Die Souveränität des kapitalistischen Staates ist nur ein Schein und nicht tatsächlich vorhanden.

Der Schein der staatlichen Souverämität und der Schein der Unterworfenheit des Finanzkapitals unter den Staat sind zwei Seiten derselben Medaille.

Durch die Trennung von Geldschöpfungshoheit und Staat entstehen verschiedene Formen der Geldillusion:

  • Gewaltlosigkeit,
  • Geld als Vermittler des Austauschs ,
  • Werthaltigkeit des Kredits,
  • Staatlichkeit der Zentralbank und
  • Neutralität und Überstaatlichkeit

sind die Formen des Scheins, die das Finanzkapital umgeben.

Die Illusion der Gewaltlosigkeit

Diese besteht darin, daß die Staatsgewalt , die hinter dem Geld lauert , weil nur die Staatsgewalt die Werthaltigkeit des Geldes garantiert, der Zusammenhang zwischen Militär und Kredit nicht zu existieren scheint, weil der Bankier als privater Geschäftsmann auftritt und die Gewaltlosigkeit des Handels gegeben ist. Solange der Staat die Geldschöpungshoheit innehatte war offensichtlich, daß der Staat mit seinem Militär , seinem Gewaltmonopol die Gültigkeit und Wert des Geldes, sei es in Form von Münzen oder als Papiergeld, garantierte. Es gelten für den Bankier dieselben gesetze der Gewaltlosigkeit , wie für jeden anderen Händler auch. Für diese Gewaltlosigkeit sorgt der Staat, der verhindert, daß sich der eine Warenbesitzer die Ware des anderen mit Gewalt aneignet und damit die Freiheit des Handels garantiert . Die Beschränkung der Freiheit des Privatsubjekts in Form des allgemein gültigen Rechts ist die Bedingung des Warentauschs und auch der Geldgeschäfte.

Das Finanzkapital tritt als privater Geschäftsmann in gewaltloser Form auf. Der Bankier ist auf Gewaltlosigkeit verpflichtet scheint den Gesetzen des Staates unterworfen. Er schöpft den Kredit aus dem Nichts und wird in einer realen Währung zurückbezahlt. Wenn aber der Kredit nicht bedient werden kann, z.B. wenn es sich um ausländische kredite handelt, tritt das Militär auf die Bühne und setzt für den Gläubiger den Eigentumstitel , das Wertversprechen, den der schuldner dem Gläubiger gegeben hat und den er nicht bedienen kann um und eignet sich die realen Werte des Schuldners z.B. das Land, mit Gewalt an.

Dies ist das 1 mal 1 des Imperialismus.

In Wirklichkeit ist es aber der eigentliche Souverän, weil es den Reichtum der Gesellschaft besitzt, den Staat in seine Abhängigkeit gebracht hat und mit der Geldschöpfungshoheit, in Verbindung mit dem Zins, sich ein unerhört machtvolles Instrument geschaffen hat, sich den Reichtum der Gesellschaft anzueignen. Die Hortung von Gold war der Ausgangspunkt. Mit der Übernahme der Geldschöpfungshoheit und der Schaffung von Kreditgeld hat das Finanzkapital die effektivste Ausbeutungsmaschine geschaffen, die es je gab. Im Kapitalismus garantiert der Staat mit seinem Militär nicht nur die Gültigkeit der Währung , er garantiert auch die kreditbasierte, private Geldschöpfung durch das Finanzkapital, die Ausbeutungsmaschine, der er selbst unterworfen ist.

Die Illusion des Geldes als Vermittler des Austauschs:

Das Geld, das von Anfang an Bestandteil eines Ausbeutungskreislaufs, mit Militär und Staat aufs engste verbunden war und erst mit Staat und Militär in die Welt kam, erscheint im Kapitalismus, wo die Geldschöpfer vom Staat getrennt existieren und als Privatsubjekte dem Staat unterworfen sind , als getrennt von jeder Ausbeutung , als bloße Vermittler des Austauschs. Diesem schönen Schein sitzen die

bürgerlichen Ökonomen, wie Adam Smith und Ricardo aber auch Marx auf.

Das Geld wurde als nützlicher Vermittler des Austausches in der einfachen Tauschgesellschaft, die es nie gegeben hat, verklärt.

Die “Ableitung des Geldes” im ersten Band von Marx aus der “kleinen Warenproduktion”, als ein nützliches Ding zur Vermittlung des Warentauschs und Ausdruck des inneren Werts der Waren verdankt sich diesem Schein und ist falsch. Geld erscheint hier als nützliches Instrument des Austauschs, zwischen gleichberechtigen Warenbesitzern in einer Welt ohne Ausbeutung. Diese kleine Warenproduktion ist eine Erfindung der bürgerlichen Ökonomie, die es historisch nie gegeben hat, vgl David Graeber : Schulden, die ersten 5000 Jahre.

Geld bezahlt von Anfang an Ausbeutung, also Abzug von Lebensmitteln und Tötungarbeit der Soldaten.

Dieser Mythos diente auch dazu, die Rückkehr von Zins und Geld gesellschaftsfähig und die damit verbundenen Schrecken im Römischen Reich angesichts der Schrecken des Feudalismus endgültig in Vergessenheit geraten zu lassen. Geld und Zins hatten bereits in der römischen Sklavenhaltergesellschaft ihr Unwesen gezeigt und an historischem Material zur Entschlüsselung ihres Wesens fehlte es nicht.

Die Ausbeutung kommt nicht erst mit dem Kapital herein, wie Marx behauptet, sondern ist von vornherein mit dem Geld als allgemeinem Äquivalent, das nur durch den ursprünglichen, staatlichen Ausbeutungskreislauf entstehen konnte, gegeben.

Geld als allgemeines Äquivalent setzt den Staat und Krieg voraus.

Nur durch den Kreislauf der Gewalt kann Geld entstehen und ist Geld als allgemeines Äquivalent historisch entstanden.

Der Staat bezahlte seine Soldaten mit der Münze und die Untergebenen wurden verpflichtet ihre Abgaben in Geld zu bezahlen. So wurde der Markt mit Gewalt geschaffen. Denn die Abgaben, die der Staat mittels Gewalt von den Unterrworfenen eintrieb, sind keineswegs etwas, was diese übrig hatten, und freiwillig ausgetauscht hätten , sondern dies war eine Form der Ausbeutung. Nur so entwickelten sich Märkte und entstand historisch das Geld als allgemeines Äquivalent.

Die Soldaten schaffen keinen Wert, keine Waren. Von daher ist die Marxsche Gleichsetzung Geld=Wert weil durch Arbeit geschaffen, d.h. die Arbeitswertheorie, falsch. Geld bezahlt hier nicht Arbeit für Lebensmittel, die die Menschen brauchen, sondern Geld bezahlt Tötungsarbeit ( die Arbeit der Soldaten) , was die Herrschaft und Ausbeutung braucht.

Die Abgaben der Unterworfenen in Form des Geldes sind ein Abzug an Lebensmitteln und keineswegs nützlich für die Menschen.

Diese Abgaben an den Staat in Form des Geldes sind eine Art von “Mehrwert”, welchen es bei Marx erst innerhalb der kapitalistischen Produktion gibt.

Die Ausbeutung durch den Staat, die Marx vernachlässigt geht der kapitalistischen Ausbeutung voraus , bzw erstere ist der Ursprung der letzteren.

Die Ausbeutungsformen im nichtkapitalistischen Milieu gehen nicht in seine Theorie ein.

Die Tötungarbeit der Soldaten, die ursprünglich in der Form des Geldes bezahlt wurden, enthalten keine Arbeit zur Produktion eines nützlichen Dings. Diese Tätigkeit dient der Vernichtung von Leben zur Aufrechterhaltung von Herrschaft. Im Geld ist dieser Herrschaftszusammenhang ausgelöscht.

Tötungsarbeit der Soldaten zur Niederhaltung der unterworfenen Klasse wird im Geld gleichgesetzt mit den Abgaben, die die Menschen an den Staat leisten müssen. Der Staat zwingt die Menschen, Abgaben zu leisten, mit denen ihre eigene Vernichtung bezahlt wird. Das ist der, das Geld als allgemeines Äquivalent konstituierende “Tausch” zwischen unterworfener Klasse und herrschender Klasse. Dieses Gewaltverhältnis wird von den Menschen ( gezwungenermaßen) anerkannt, sobald sie das Geld benutzen.

Während Gebrauchswert-Geld auf der freien Übereinkunft der Leute basiert, welches nie den Charakter des allgemeinen Äquivalents angenommen hat, sondern regional gebunden blieb, ist das Staatsgeld von vornherein auf Ausbeutung und Gewalt begründet und erst so als Gewaltverhältnis kann es allgemeinen Charakter erhalten.

Marx vernachlässigt mit seiner Arbeitswerttheorie die vorkapitalistischen Formen der Ausbeutung über Geld. Ausbeutung existiert für ihn erst mit der Lohnarbeit. Es verfällt in denselben Fehler, wie die bürgerlichen Theoretiker, die “die Ökonomie” als vom Staat getrennte Sphäre betrachten.

Geld ist ohne Staat nicht zu verstehen, weil es ein vom Staat konstituiertes Gewaltverhältnis ist.

Im Kapitalismus existieren die vorkapitalistischen Formen der Ausbeutung über Geld weiter, mehr noch, die Transformation des Geldes in Kreditgeld und der Übergang der Geldschöpfungshoheit in die Hände der Privatbankiers ist der Ursprung der Umwälzung der gesamten Produktion in eine kapitalistische. Die Produktion wird zu einer kapitalistischen um den Zins und Zinseszins zu bedienen.

Die kapitalistische Produktion hat nicht das Ziel den Bedarf der Menschen zu decken, sondern wird initialisiert, damit sie einen Profit abwirft, mit dem der Zins bedient werden kann. Der Mehrwert- der Arbeiter erhält als Lohn wesentlich weniger, als den Wert, den er produziert,- reicht nicht aus, um eine neue Produktion zu initialisieren und vom Gläubiger unabhängig zu werden, sondern der Kapitalist muß sich immer neu verschulden um die Zinsen zu bedienen und die Produktion am Laufen zu halten.

Die Bedienung des Zinses und Zinseszins führt zum Zwang der “erweitereten Akkumulation” zum Zwang nach beständigem Wachstum und zum Imperialismus.

Heute, wo die Herrschaft des Finanzkapitals über die Staaten offen hervortritt ( diese hatte Lenin deutlich gesehen, aber er hat die Marsche Theorie nicht kritisiert) ist es höchste Zeit, den blinden Fleck , den Marx in Bezug auf Staat und Geld hinterlassen hat, zu korrigieren. Es gilt, die Verdienste von Marx im historischen Kontext einzuordnen. Eine überhistorische Anwendung seiner Theorie führt heute in eine Apologie des agressivsten Formen von Imperialismus und Krieg. Wer heute noch das Finanzkapital mit den emanzipatorischen Vorschußlorbeeren bedenkt, die im Kampf gegen den Feudalismus ihren Ursprung hatten, ist längst auf die andere Seite der Barrikade gewechselt.

Die Illusion der Werthaltigkeit:

Der Unterschied zwischen einem normalen Händler, der eine Ware verkauft, die einen realen Wert besitzt und dem Bankier, der einen Kredit vergibt, ist der , daß der Wert des Kredits erst in dem Moment geschaffen wird , in dem er auf dem Konto des Kreditnehmers erscheint, und vorher gar nicht existiert hat.

Diese Tatsache verschwindet ebenfalls hinter der Fassade des freien Geldhandels, in dem der Bankier als Händler auftritt, der wie jeder andere Händler einen Wert verkauft bzw verleiht.

Die Kredite, die die Geldkapitalisten vergeben, erscheinen als Werte, und es erscheint nur recht und billig, wenn diese mit Zinsen zurückbezahlt werden. Die Geldschöpfung aus dem Nichts , ist verdeckt.

Genausowenig wie der Lohnarbeiter als Eigentumsloser mit den Besitzern der Produktionsmittel den Kapitalisten gleichgesetzt werden kann, wie das in der Behandlung derselben als freie und gleiche Rechtssubjekte auf der Ebene der Konkurrenz geschieht, genausowenig können die Finanzkapitalisten mit den übrigen Marktteilnehmern gleichgesetzt werden, denn die Finanzkapitalisten bringen in den Handel keinen Wert ein, wie das alle anderen Händler tun, wenn sie über den Kredit das Geld aus dem Nichts schöpfen und die Staatsgewalt dazu benutzen, ihren Eigentumstitel inklusive Zinsen mit Gewalt einzutreiben.

Die Illusion der Staatlichkeit der Zentralbanken :

Das Geld ist im Kapitalismus seinem Wesen nach Kreditgeld und die Geldschöpfung funktioniert über den Kredit der Privatbankiers. Daraus folgt, daß die Zentralbank von den Privatbankiers kontrolliert wird, also ihrem Wesen nach eine private Institution ist, wohin sie sich historisch zwangsläufig entwickelt hat. Staatliche Zentralbanken können sich in einem kapitalistischen Land unter Beibehaltung der privaten Geldschöpfung über den Kredit oder auch nur unter Beibehaltung des Privateigentums nicht auf Dauer halten.

Da die Banken als rechtliche Wirtschaftssubjekte dem Staat unterworfen und der Staat als höchster Souverän erscheint, sieht es so, als seien die Zentralbanken staatliche Institutionen, ein Schein, den das Finanzkapital bemüht ist, aufrechtzuerhalten.

Die Illusion der Neutralität und Überstaatlichkeit

Als vom Staat getrennte Hoheit über die Geldschöpfung erscheint das Finanzkapital unabhängig von einem bestimmten Staat oder Gesellschaftsform..

Die Hochfinanz hat von Anbeginn ein Interesse an der Staatsverschuldung und an Kriegen.

Ihr bestes Geschäft macht die Hochfinanz mit Kriegen und die Finanzierung von beiden Kriegsparteien offenbart, daß deren Profit seinem Wesen nach Vernichtung von Leben bedeutet.

Da die staatlichen Kriegsherren abhängig sind von ihren Geldgebern, werden die obersten Krigegsstrategien von der Hochfinanz vorgegeben. In seiner Eigenschaft als eigentlicher Souverän über den Staaten verfolgt diese keineswegs neutrale und unabhängige Interessen, sondern sorgt für den Sieg des eigenen Imperiums.

Die private Geldschöpfung führt zu einer ungeheuerlichen Konzentration der Macht nur weniger Bankiersfamilien , die an der Spitze der Pyramide agieren, und die über Krieg und Frieden entscheiden.

Die Geldschöpfung in privater Hand potenziert alle Greuel, die Zins und Geld in einer Ausbeutungsgesellschaft von Anfang an beinhalteten.

Durch den Aufschwung der Macht des Finanzkapitals, der Schaffung des Kreditgeldes und der Emanzipation der Geldschöpfungshoheit vom Staat ist die zerstörerische Kraft des Krieges potenziert worden.

Alle vorhergehenden Reiche waren regional, beschränkten sich auf weniger als einen Kontinent. Aber das Imperium, mit dem wir es heute zu tun haben, ist global , greift nach der Herrschaft über die ganze Welt.

Das Finanzkapital ist zum Souverän nicht nur über einen Staat sondern über mehrere Staaten und zugleich Eigentümer der wichtigsten Ölgesellschaften und multinationaler Konzerne geworden.

Lenin nannte das Staatsmonopolistischer Kapitalismus.

Die exponentielle Vermehrung und zentralisierung des Reichtums in den Händen des Finanzkapitals wird nur noch übertroffen durch die Vermehrung ihrer moralischen

Verderbtheit. Im Krieg unterstützen sie beide Parteien. Sie sind nur der Vermehrung ihrer eigenen Macht und Reichtums verpflichtet, und verdienen mehrfach an der Vernichtung von Leben.

Solange Staat und Geldschöpfung in einer Hand waren, mußte der Staat die Kosten des Krieges gegen den Vorteil und die Aussichten auf einen Sieg abwägen. Diese Überlegung ist dem Finanzkapital fremd. Denn das Finanzkapital gewinnt immer, auch wenn der Krieg verloren wird.

Die Geldelite ist nicht unmittelbar mit einem bestimmten Staatsinteresse verbunden und bereichert sich durch die Finanzierung beider Kriegsparteien einerseits durch Kredite, andererseits durch Waffenlieferungen. Das war sowohl im ersten als auch im 2.

Weltkreig der Fall. Wenn die treibende kraft hinter den kriegen das Finanzkapital ist, das immer gewinnt, hat das zur Folge, daß es immer mehr Kriege gibt,

Dabei verfolgte das Finanzkapital in den Kriegen der letzten 100 Jahre bis heute seine eigene Agenda, nämlich die Erlangung der Weltherrschaft.

Anlässlich der Gründung der internationalen Bankenallianz 1913 in Paris wurde folgende offizielle Erklärung abgegeben:

Die Stunde hat geschlagen für die Hochfinanz, öffentlich ihre Gesetze für die Welt zu diktieren, wie sie es bisher im Verborgenen getan hat… Die Hochfinanz ist berufen, die Nachfolge der Kaiserreiche und Königtümer an­zutreten, mit einer Autorität, die sich nicht nur über ein Land, sondern über den ganzen Erdball erstreckt.

Diese Erklärung ist Programm der herrschenden Elite bis auf den heutigen Tag.

 

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