Skandal auf der Montagsmahnwache

Veröffentlicht: Oktober 6, 2014 von asambleasueberall in Aufruf, Friedensbewegung, No to Nato

Zensur der No to NATO Gruppe
Orga gegen Demokratie und für Spaltung

Auf die Anmeldung eines Redebeitrags für die Mahnwache am 6.10. zu dem Thema: “Durchsetzungsstrategien alternativer Geldsysteme” erhielt Regina ( No to Nato Gruppe ) von der Orga folgende Antwort:

“Hallo Regina,

wir, das Orgateam der Frankfurter Mahnwache für den Frieden haben beschlossen, dass wir dir einstweilen keine Redezeit mehr erteilen werden.

Der Hauptgrund ist, dass du neulich versuchst hast, über einen pseudo-basisdemokratischen Abstimmungsversuch, das Orgateam in seiner Funktion und Arbeitsweise zu de-legitimieren. Natürlich hast du dies nicht mit uns abgesprochen. Wir bewerten diesen Akt als respektloses und Mahnwachen-schädigendes Verhalten.

Weitere Gründe sind, dass du a) bereits vergleichsweise viele Reden gehalten hast und wir auf eine gewisse Ausgewogenheit in der Proportionalität der Redner achten möchten, und b) dass uns inzwischen mehrmals inhaltliche wie rhetorische Mangelhaftigkeit deiner Reden von den Mahnwachen-Teilnehmern beklagt wurde, worauf wir ebenfalls Rücksicht nehmen wollen und Konsequenzen ziehen müssen.

Wir als Veranstalter und Organisatoren der Mahnwache nehmen uns das Recht, die Ausgestaltung der Mahnwachen selbständig zu entscheiden. Anregungen nehmen wir gerne an, die Entscheidungshoheit (!) obliegt jedoch bei uns. Wir bitten dich, das nachzuvollziehen und zu akzeptieren. Falls dem nicht so ist, steht es dir frei, eine eigene Mahnwache o.Ä. zu veranstalten.

Die Wiedererteilung des Rederechts liegt in unserem Ermessen (!).

Orga Mahnwache Frankfurt “

Der Hauptgrund, das Rederecht zu entziehen, ist die Abstimmung, die Regina am 29. 9. durchgeführt hat (siehe Open Mic Beitrag vom 29.9.  über die Frage , ob die Teilnehmer der Mahnwache über das Selbstverständnis ihrer Mahnwache selbst bestimmen wollen, oder ob das von der Orga bestimmt wird. Diese Abstimmung wird als Versuch gewertet, die Orga zu delegitimieren und als Mahnwachenschädigendes Verhalten gebrandmarkt.
Eine solche Abstimmung ist jedoch keineswegs eine Delegitimierung der Orga, sondern ein genuin anarchistisches Verfahren. Henrick hatte sich doch erst kürzlich in einer Rede offen zum Anarchismus bekannt. Wie kann jemand, der von sich behauptet, daß er Anarchist sei und für demokratische Abstimmungen von unten nach oben eintritt, eine demokratische Abstimmung der Mahnwachenteilnehmer über die Ausrichtung der Mahnwachen verhindern? Das Vergehen von Regina, wofür sie jetzt abgestraft wird, ist also, daß sie Henrik geglaubt hat, daß er es mit dem Anarchismus ernst meint. Entweder wußte er gar nicht, was Anarchismus ist, oder er hat eine politische Kehrtwende vollzogen. Vieles spricht für eine Kehrtwende.
Am 15.9. hat Henrik Regina aufgefordert, das nächste Mal eine Rede über die Gefahren von OPPT zu halten. Am 22.9. zog er das wieder zurück, sie solle doch nicht über OPPT reden, weil es in der Orga politische Differenzen über OPPT gäbe und das nicht mehr erwünscht wäre.
( sie konnte am 22.9. dennoch über OPPT reden: “Wie versucht wird , das Aufstehen gegen den Krieg in eine Bewegung für eine neue Weltregierung umzufunktionieren.“ https://www.youtube.com/watch?v=SbCynbd65cY
Siehe auch auf dieser Webseite den Abdruck dieser  Rede.

Jedoch setzte sich die Kehrtwende von Henrik fort, indem er die Rede eines anderen Mitglied der No to Nato Gruppe über das Selbstverständnis der Montagsmahnwache nicht zuließ, nicht für den 29.9. und auch nicht später, weil das Thema angeblich nicht interessant wäre.
Wegen dieser Zensur hat Regina diese Abstimmung durchgeführt .
Die Orga ist dazu übergegangen OPPT nicht als Gefahr zu sehen und behindert Kritik daran mit diktatorischen Mitteln.

Anstelle einer inhaltlichen Auseinandersetzung tritt Mobbing
Es wird behauptet , es hätte Klagen von Mahnwachen Teilnehmern gegeben, die die Beiträge von Regina inhaltlich und rhetorisch derartig mangelhaft befunden hätten, daß man ihr jetzt das Rederecht entziehen müsse.
Wenn das Orga Team eine Rede nicht verstehen kann oder will, weil ihm die politische Richtung nicht passt, steht es ihm nicht zu, die Rednerin als mangelhaft abzuqualifizieren und ihr das Rederecht zu entziehen. Das ist Mobbing. Das ist Zersetzung der Solidarität.
Diese Technik, von politischen Inhalten abzulenken und auf Personen zu focussieren, gehört zum Arsenal von Agenten, ( siehe den Artikel: How to identify an agent provocateur) die im Dienst der herrschenden Elite handeln. Hier zeigt sich die Verlogenheit derjenigen, die doch immer Einheit , Friede und Liebe beschworen haben und wie schnell es damit vorbei ist, wenn die politische Linie nicht passt.

Die Orga will Spaltung. Sie gehen sogar so weit, der No To Nato Gruppe, zu empfehlen eine eigene Mahnwache anzumelden, sollte ihr diese Orgadiktatur nicht passen.

Wir, die No to Nato Gruppe wollen keine Spaltung. Wir wollen Demokratie und solidarische Auseinandersetzung.

Wir fordern die Teilnehmer der Montagsdemo auf, sich zu Wort zu melden und darüber zu befinden ob sie verschiedene politische Richtungen hören, sowie Demokratie und solidarische Diskussion wollen, oder Doktrination von einer Richtung, die alleine die Orga bestimmt, welche keine Kritik an OPPT will.

Demokratie und Diskussion sind die einzige Möglichkeit für eine Bewegung, sich selbst zu bestimmen und zu verhindern, für fremde Zwecke mißbraucht zu werden.
Alle Teilnehmer, die gegen Spaltung und für Demokratie auf der Montagsmahnwachen sind, sollen sich am Mittwoch 15.10. um 19:00 Uhr an der Hauptwache treffen um zu beraten, wie wir das erreichen können.

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