Müssen Schulden bezahlt werden?

Veröffentlicht: Juli 27, 2012 von asambleasueberall in Schulden und Krieg

Daß Schulden zurückbezahlt werden müssen, ist ein stählerner Grundsatz, dem heute auch in den westlichen Industrienationen offener und brutaler denn je, alles andere zum Opfer fällt.

Dieser Grundsatz ist so durchdringend, daß Volkswirtschaften ruiniert, Menschen dem Hunger überantwortet und staatliche Institutionen umgewälzt werden, damit die Schulden zurückgezahlt werden können. Mit dem ESM wird die Haushaltsouveränität der europäischen Nationalstaaten und die parlamentarische Demokratie zur Farce , denn alles dreht sich darum, die Schulden zurückzuzahlen.

Wenn heute vom IWF das Schreckgespenst an die Wand gemalt wird, daß der Euro kollabieren könnte und wir deshalb ESM und Fiskalpakt einrichten müßten, um den Euro zu retten, dann wird hier alles auf den Kopf gestellt.

Der Euro-kollaps ist eine Drohung des IWF, im Finanzkrieg gegen die Europäer: Wenn ihr nicht macht was wir wollen, dann ergeht es Euch schlecht.

Es wird so getan als wäre es ein Disaster für Griechenland und die Länder des europäischen Südens, wenn diese nicht mehr von den Banken finanziert werden würden und der europäische „Rettungsschirm“ wird als letzte Hoffnung für Griechen, Spanier usw. verkauft.

Genau umgekehrt ist es und deswegen wurde auch den Griechen das Referendum verweigert.

Das Verbeiben im Euro-Raum bedeutet für die Griechen Ruinierung ihrer Volkswirtschaft , komplette Zahlungsunfähigkeit des Staates und Ausverkauf der staatlichen Infrastruktur an die Gläubiger. Demokratie steht heute gegen die Finanzdiktatur unter Führung der USA und diese hat heute in Europa die Einverleibung ganzer Staaten zum Ziel, ein Ergebnis, das früher nur mit Krieg zu haben war.

ESM und Fiskalpakt schaffen die Strukturen, damit das ohne Krieg möglich wird.

Die vom IWF und und den Europäischen Norden verlangte Haushaltsdisziplin zwingt die Volkswirtschaften in die Depression und wenn die Staaten demzufolge nicht mehr in der Lage sind, die Schulden zu begleichen, sollen die Gläubiger Zugriff auf die staatliche Infrastruktur bekommen.

Der IWF, der seit den 60 iger Jahren die ökonomische Schocktherapie in vielen verschuldeten Ländern in Lateinamerika und Asien angewandt hat und deren Volkwirtschaften ruiniert, die Menschen in Hunger und Verzweiflung gestürzt hat, war 2008 am Ende.

Wäre die Finanzkrise nicht gekommen, hätte der IWF einpacken können.

Die Antiglobalisierungsbewegung der 90 iger Jahre hatte durchgreifende Erfolge und die Länder des Südens haben den IWF hinausgeschmissen.

Argentinien hat unter dem Druck der aufständischen Bevölkerung gesagt, sie bezahlen ihre Schulden nicht. Und nach ein paar Jahren ist Ihre Wirtschaft aufgeblüht.

Argentinien zeigt uns die Alternative zum Schuldendiktat.

Schulden, die nicht bezahlt werden, sind keine.

Jetzt hat der IWF ein neues Betätigungfeld in Europa ausgemacht und findet in den Ländern des Nordens gelehrige Schüler. Die Staatliche Souveränität der Euroländer wird abgeschafft, damit dem IWF nicht noch einmal passiert, was er in Lateinamerika erlebt hat.

Griechenland muß unbedingt im Euroland bleiben , denn wenn die Griechen ihre Schulden nicht bezahlen

werden es auch Irland, Spanien und Portugal nicht tun – und wie aus dem Nichts haben wir plötzlich Demokratie. Und das würde das Ende des Schuldensystems bedeuten. „

http://antikrieg.com/aktuell/2012_06_21_russiatoday.htm

Aufstehen gegen die Finanzdiktatur

Wir sind die 99%

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